Thema: Dachte, dass interessiert ev ....

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Autor: Bumblebee


Bumblebee - 25/7/2006 um 08:26

Für rund 5,4 Milliarden US-Dollar wird AMD den Grafikchip-Hersteller ATI übernehmen.

Entsprechende Gerüchte wurden bestätigt. Die Boards von AMD und ATI haben der Übernahme gestern zugestimmt. ATIs Aktionäre sollen 20,47 US-Dollar pro Aktie erhalten, 16,40 US-Dollar davon in bar. Der Kaufpreis für ATI liegt damit bei rund 5,4 Milliarden US-Dollar und somit etwa 24 Prozent höher, als ATI am Freitag an der Börse bewertet wurde. Rund 4,2 Milliarden US-Dollar fließen in bar, den Rest zahlt AMD mit eigenen Aktien.

Finanziert werden soll die Übernahme durch die Aufnahme von neuen Schulden, denn AMD verfügt nur über rund 2,5 Milliarden US-Dollar liquide Mittel.

Erste Ergebnisse aus der Übernahme sollen schon 2007 auf den Markt kommen. Ab 2008 will AMD dann spezielle Lösungen anbieten, die Prozessoren und Grafikchips kombinieren.

Besonders die Chipsätze von ATI dürften für AMD interessant sein. Sogar Intel verbaute im vierten Quartal 2005 Chipsätze von ATI, da es bei Intels eigenen Chipsätzen zu Lieferengpässen gekommen war. AMD selbst hatte seinen Chipsatzbereich vor Jahren aufgegeben und ist seitdem auf Dritthersteller angewiesen.

AMD-Konkurrent Intel ist mit integrierten Grafikchips erfolgreich und auf diesem Weg zum größten Anbieter von Grafikchips geworden. Mit der Übernahme von ATI könnte AMD Intel in diesem Bereich entgegen treten.

NACHTRAG

Hier noch die offizielle(n) deutsche(n) Pressemitteilung(en)

" ATI teilt unsere Leidenschaft und ergänzt unsere Stärken: technologische Führerschaft und kundenzentrierte Innovation," sagt Hector Ruiz, AMDs Chairman und CEO. " Durch den Zusammenschluss zweier großartiger Unternehmen können wir das, was wir bisher als separate Organisationen erreicht haben, übertreffen und unsere Branche als Technologieführer und Partner der Wahl neu definieren. Wir sind überzeugt, dass AMD und ATI dem Wachstum und der Innovation in der gesamten Branche neue Dynamik verleihen. Unseren Partnern wollen wir die Entwicklung differenzierter Lösungen ermöglichen sowie unsere Kunden in die Lage versetzen, die für sie am besten geeigneten Produkte auswählen zu können."

" Diese Kombination bedeutet beschleunigtes Wachstum für ATI und völlig neue Perspektiven für unsere Mitarbeiter," sagt Dave Orton, Präsident und CEO von ATI. " Alle unsere Produktlinien werden davon profitieren. Durch den Zusammenschluss mit AMD können wir ehrgeizige Innovationspläne für die PC-Plattform vorantreiben und weiterhin beachtliche Investitionen in unserem Konsumergeschäft vornehmen, um so in unseren Märkten an der Führungsspitze zu bleiben."

" Höhere Grafik-Integration und Performance werden dafür sorgen, dass Windows Vista seinen Nutzern noch mehr Freude am Produkt ermöglicht," sagt Jim Allchin, Co-President von Microsofts Platforms & Services Division. " Wir erwarten gespannt das Potenzial, das AMD und ATI gemeinsam freisetzen, um PC-Nutzern, die mit Windows Vista arbeiten, noch intensivere Computererlebnisse zu ermöglichen."



[Editiert am 25/7/2006 von Bumblebee]

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